Der Hund vom Lerchenberg


 

Beschreibung: C:\KarlNapp\Bern2.jpg

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EAN 9783980939515

Preis: 11,95 €uro

 

Mainz: Fiese Verbrecher entführen Ken, fordern Lösegeld und drohen, seinen Schwanz abzuschneiden. Ken ist ein Yorkshire-Terrier. Echte Meenzer nennen diese Sorte Hund "Fotzelecker".
Der Köter gehört Doktor Neumüller und seiner Freundin Barbie. Neumüller ist ein hohes Tier beim Zweiten Fernsehen Deutschlands und sieht aus wie ein dicker Mops. Barbie ist ein blondes Partyluder aus Wiesbaden mit riesigen Silikonbrüsten und aufgespritzten Lippen, so dick wie Fahrradschläuche vom Mountainbike.
Neumüllers Ehefrau darf aber nicht wissen, dass es Barbie gibt. Deshalb gehen Herrchen und Frauchen nicht zur Polizei, sondern zum Privatdetektiv Karl Napp. Auf der Suche nach dem Hund tappt Karl durch die irre Anstalt auf dem Lerchenberg, schnüffelt im Frankfurter Boxmilieu und stolpert in die Wiesbadener Pornobranche. Die Spur des Verbrechens führt aber in die HBZ, die hessisch besetzte Zone von Mainz.


Pressestimmen


Hutsimpel Karl Napp löst den vierten Fall

Dieter Schmidt stellt im „Hafeneck“ seinen neuen Mainz-Krimi „Der Hund vom Lerchenberg“ vor

Mainz. Doktor Neumüller, frisch gebackener Programmdirektor einer großen Fernsehanstalt, schenkt seiner Geliebten einen Yorkshire-Terrier. Und Barbie, an allen relevanten Stellen silikonverstärkt, liebt den Hund bald mehr als ihren Programmdirektor. Dumm nur, dass Ken, der niedliche Terrier, vom verrückten Markus entführt wird. Da wird es höchste Zeit für Karl Napp, „Meenzer Hutsimpel, Privatdetektiv und Nullfümfer-Fan“, seinen vierten Fall zu lösen.

Dieter Schmidt präsentierte im Hafeneck mit seinem neuen Krimi „Der Hund vom Lerchenberg“ wieder mal ein Buch, das zarten Lesern nur ein Graus sein kann. „Es schlägt mehrere Fliegen mit einer Klappe“, erzählt der Autor. „Es ist relativ schnell gelesen, vorne sind bunte Bildchen, damit man sich die holzschnittartig gezeichneten Charaktere besser vorstellen kann, und es ist in Schriftgröße 12 gedruckt.“

Unter den Regionalkrimis sind die Napp-Romane sicher die eigenwilligsten Produkte. Und unter den Mainzer Kneipen ist das Hafeneck genau der richtige Ort, um solche Werke vorzustellen. Verraucht und eng ist’s, Gäste kommen und gehen, rufen gern mal was dazwischen, von andächtiger Stille keine Spur. Genau in dieser Atmosphäre fühlt sich auch Karl Napp am wohlsten: Just im Hafeneck feiert der Meisterdetektiv den Aufstieg von Mainz 05, nachdem ihn seine Frau Erna mit dummen Fragen vom Fernseher vertrieben hat: „Saach emol, der Kloppo! Schtimmt dess, dass der soi Fraa wesche some junge Blondsche verlasse hat?“ Versierte Kneipengänger bescheinigen der Szene höchste Authenzität.

Wie immer spielt der zu lösende Fall nur eine Nebenrolle. Schmidt ist viel zu sehr damit beschäftigt, eigenartige Typen vorzustellen, die ständig in abstruse, obszöne oder urkomische Szenen hinein-schlittern. Dabei gelingt ihm Barbie so herrlich doof, der verrückte Markus absolut wahnsinnig und die Handkäsmafia derart Määnzerisch, dass die Lesung zum Riesenspaß wird. Schmidt führt seine überzeichneten Figuren mit Wonne vor. Barbie piepst, Fleischworschttoni brummt, und Karl Napp macht tiefsten seelischen Nöten in einem einzigen Wort Luft: „Hhhhggggnnnnaaaarrrrhhhhh!“

Dieter Schmidt, Jahrgang 65 und wohnhaft auf der anderen Rheinseite in Kastel, besteht darauf, dass viele seiner Helden reale Vorbilder haben. Sowohl Barbie als auch Markus soll es tatsächlich geben. Dafür ist natürlich das ZFD, das Zweite Fernsehen Deutschlands, die „irre Anstalt“, frei erfunden.

Das Titelbild zum Buch zeichnete MRZ-Karikaturist Klaus Wilinski – und er packte alles rein, was Schmidts Krimi auszeichnet: einen „Nullfümfer“-Schal, daneben einen BH, Alkoholisches vor einem Fernseher und dazu einen schamlos ins Bild pullernden Köter. Wer lieber Hochgeistiges liest, der möge zu einem anderen Buch greifen. Für den Rest wird „Der Hund vom Lerchenberg“ ein großes Lesevergnügen sein.

Gerd Blase, Mainzer Rheinzeitung, 14.12.05


 

Barbies Hundsche

Dieter Schmidt stellt seinen neuen Napp-Krimi vor

Ink. „Die schlanken, aufregenden, Samba tanzenden, brasilianischen Stripper mit Waschbrettbäuchen in viel zu kurzen, durchsichtigen, seitlich geschlitzten Kittelschürzen, um nackisch auf allen Vieren vor uns die Böden zu schrubben ...“ - Ja? Erwartungsvolle Blicke im Hafeneck-Publikum. „... können leider nicht kommen“, vollendet Dieter Schmidt einen Satz. Hauptsache der Krimiautor hatte den neuen „Karl Napp“ mit am Start.

In seinem vierten Fall „Der Hund vom Lerchenberg“ muss sich der Mainzer Hutsimpel-Detektiv mit der irren Anstalt ZFD herumplagen. Wer hat das goldisch Hundsche von Barbie, der Freundin des nutzlosen Programmdirektors geklaut? Mitten in den Aufstiegsübersommer 2004 pflanzt der Kasteler die Handlung und seine Figuren feiern und schwitzen, bis es aus allen Poren dampft. Wie auf Kommando betritt ein neuer Gast die Kneipe, als Schmidt gerade die Stelle vorliest, in der sein fußballguckender Feinripp-Held maulend soi Mudder begrüßt: „Setz disch, nimm der ä Schtück Quetschekuche unn halt de Ball flach!“

Langsam und unaufgeregt lässt Schmidt seine Hämmer fallen. Mainz unscensored, der 41-jährige verlegt seine Bücher selbst. Die Ähnlichkeit mit bekannten Persönlichkeiten und Begebenheiten in der Domstadt sind der Hauptspaß und die Anwesenden können sich auf ein Wiedersehen mit der Handkäsmafia und all den anderen Dollbohrern und Urrumpeln freuen.

Mainzer Allgemeine Zeitung, 14.12.05