Inhalt:
Johannes Gutenberg ist der berühmteste Meenzer aller Zeiten, weil er angeblich
den Buchdruck erfunden hat. In Wahrheit weiß man noch nicht einmal, wie er
aussah. Alle Bilder, alle Denkmäler von ihm sind völlig frei erfunden. Als die
Spur eines Gutenberg-Porträts aus dem Jahr 1454 auftaucht, gerät ganz Määnz aus
dem Häusschen. Die Presse, die Handkäsmafia, die Hells Angels, ja sogar
Wiesbadener jagen hinter dem alten Gutenberg her. Die Rheinhessische
Befreiungsfront (RHF) ist auch dabei. Deshalb mischt auch der Verfassungsschutz
mit. Zwischen allen Fronten: Privatdetektiv Karl Napp.
Die Stimmen der Kritik
Johannes Gutenberg:
Ja gut, sischerlisch. Schtimmt alles, was übber misch in dem Buch schteht.
Abber grad deshalb! Wenn isch den Audor verwisch, dann haach isch em uff die
Fratz, dem Arschtörtsche! Dem Bibbeswackeler, dem Biddel, dem ..."
Europäisches Institut für vergleichende Sexualforschung:
Sauwitzisch! Der Mainzer Dialekt hat einen unglaublichen sexuellen Wortschatz.
Schon Carl Zuckmayer war begeistert von dieser saftigen
Fleischwursterotik."
Zweites Fernsehen Deutschlands (ZFD):
Übelste Hetze gegen diese eingebildeten Schnösel vom Lerchenberg! Äh, was hab
ich eben gesagt? Bin ich schon wieder zugekokst?"
Wiesbadener Literaturkurier:
Wie hier Wiesbadener dargestellt werden, ist empörend! Außerdem ist das Buch
intellektuellenfeindlich!"
Frau Doktor Babbisch, südwestdeutscher Lideradurrundfunk:
Geil! Den Krimi schenk isch moim Schtescher. Dess iss aach son Schtudierte, wie
er im Buch schteht. Alsfort schlau babbele, abber die Waschmaschin kann er nit
bediene! Unn im Bett? Die Berschterei hat er aach nit erfunne."
Pressesprecher der Mainzer Toskana-Fraktion:
Wir sind keine Määnzer! Wir sind auch keine Meenzer! Wir sind niveauvolle
Mainzer mit globalen Visionen in bester Tradition Gutenbergs und ...
blabla."
Rheinhessischer Metzgerverband:
Endlich ein Buch über Gutenberg, das nicht nur den Gutenberg-Marathon, sondern
auch die Gutenberg-Metzgerei und die Gutenberg-Fleischworscht erwähnt."